Bramfeld – Gemütlich, aber ohne See

Bramfelder Chaussee

Bevor ich mich auf den Weg in einen Stadtteil mache, überlege ich mir, welche Vorurteile und Begrifflichkeiten ich zu einem Viertel im Kopf habe, um dann vor Ort meine Vorstellung von der Realität ersetzen zu lassen. Zu dem Stadtteil Bramfeld fiel mir als einziges Stichwort der Bramfelder See ein, an dem ich schon mal spazieren gegangen war und den ich als sehr idyllisch in Erinnerung hatte. Ein Blick in Google Maps zeigte aber schnell, dass der Stadtteil Bramfeld lediglich an den gleichnamigen See grenzt, dieser sich aber in den Stadtteilen Ohlsdorf und Steilshoop dahinschlängelt.

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Blankenese – Reich und schön

Kunstwerk in Blankenese

Der Elbvorort Blankenese gehört zu den Stadtteilen Hamburgs, von denen selbst Nichthamburger eine klare Vorstellung haben, wie es denn dort so sein müsste. Inner- und außerhalb Hamburgs gilt Blankenese als Tummelplatz der bürgerlichen Hamburger Oberschicht. Gäbe es einen Einwohner Blankeneses, der sich gegen diesen Eindruck wehren wollte, könnte er mit voller Unterstützung der Faktenlage sagen: „Moment mal, es gibt hier nicht nur Villen! Über die Hälfte aller Wohnungen befinden sich in Mehrfamilienhäusern und außerdem hat Blankenese bei der Bürgerschaftswahl 2011 mehrheitlich SPD gewählt. Und wie jeder weiß, ist Blankenese ein altes Fischerdorf!“. Recht hätte er, aber wenn man sich an einem sonnigen Tag über den wunderschönen Alsterwanderweg von Teufelsbrück aus Blankenese nähert und sich dann der an einem Geesthang gelegene Stadtteil langsam vor dem Betrachter aufbaut, hat dieser genau das Bild vor Augen, das er erwartet: Prächtige weiße Villen und andere großzügig bemessene Wohnhäuser ziehen sich wie an einer Perlenkette den Hang entlang.

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Ohlsdorf – Mehr als nur ein Friedhof

Ohlsdorf Fuhlsbüttler Straße

Ein Friedhof als Mittelpunkt eines Stadtteils? Man kann in Ohlsdorf schon schnell den Eindruck gewinnen, dass sich vieles um das Thema Tod dreht. Auf Höhe des Haupteinganges des größten Parkfriedhofs der Welt reihen sich Steinmetzbetriebe an Bestattungsfirmen und Blumenläden an Cafés für Trauergäste. Wer bisher noch dachte, so etwas wie einen „Sarg-Discounter“ gäbe es in Deutschland nicht, wird hier eines besseren belehrt. Bei 4.700 Beisetzungen und über 2 Millionen Besuchern jährlich ist es aber kein Wunder, dass sich rund um den Friedhof eine umtriebige Dienstleistungsindustrie angesiedelt hat.

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